carpe diem

Marokko

In Planung - Reisetermin: April 2020

Natur, Kräuter und Kultur

Marokko oder Maghreb el Aksa, wie es auf Arabisch heisst, ist aufgrund seiner immensen kulturellen und landschaftlichen Vielfalt zweifellos eines der faszinierendsten Länder im Mittelmeerraum. Das Mittelmeer und der Atlantik begrenzen das Königreich im Norden und Westen, die Gebirgsschranke von Hohen und Mittleren Atlas und die Sandmeere der Sahara im Süden und Osten. Die Auseinandersetzung mit fremden Sitten und Bräuchen und die Begegnung mit Einheimischen bringen unterhaltsame und freudvolle Abwechslung.

Die ursprünglichen Bewohner des Landes, die Berber, haben sich ihre Traditionen und Lebensweisen weitgehend erhalten und tragen damit wesentlich zu dem farbenfrohen Gesamtbild Marokkos bei. Alte Königsstädte, farbenfrohe Souks (Märkte) und lebhafte Medinas (Altstädte). Herrschaftliche Paläste, beeindruckende Moscheen und stolze Kasbahs (Burgen): Marokko ist ein Land mit einer langen Tradition und einer blühenden Gegenwart.

Wir entdecken auf leichten Wanderungen im Vorgebirge Wildblumen und wildwachsende Heilpflanzen, sowie sorgfältig angelegte Kulturen am Fusse des hohen Atlas im «Paradis du Safran», im Rosental, in Wüstenausläufern der Sahara – und auch im «glücklichen Tal» von Ait Bougmez. Die Begegnung mit den Berbern lässt uns Mentalität, Gastlichkeit und eine Denkweise erleben, welche oftmals überrascht. Der Besuch und die Unterstützung des lokalen Bildungsprojektes «Ecole Vivante» lässt uns mit dem heutigen Marokko und seiner Jugend in Kontakt treten.

In traditionellen Unterkünften geniessen wir landestypisches Essen und finden Ruhe und Erholung.

Wie reisen wir

Flugverbindung:
Wien - Marrakech mit Austrian / Lufthansa
Marrakech - Wien mit Austrian / Lufthansa

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Was kostet es

Preis pro Person im Doppelzimmer:
Richtpreis € 2.000,--
Buchung eines halben Doppelzimmers oder Dreibettzimmers auf Anfrage möglich!

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Tag 1

Frühmorgens Linienflug von Wien nach Marrakech, wo wir von unserem lokalen Reisebegleiter erwartet werden. Eine kurze Fahrt führt uns an die Stadtmauern der Altstadt von Marrakech. Zu Fuss begeben wir uns durch die Gassen der Altstadt bis zu unserer Unterkunft. Bereits auf diesem kurzen Weg begegnen wir vielen Menschen, erfahren fremde Gerüche, sehen das besondere Licht, bemerken die typische Bauweise. Nun gilt es zu vertrauen, dass in diesem Gewirr von Gassen irgendwo wirklich die versprochene Oase ist, unser Gästehaus! Unser Gepäck wird separat auf einem Gepäckwagen in unseren Riad gebracht.
Nach einem kleinen Imbiss steht der Nachmittag zur Verfügung.
Optional kannst du auch einen Rundgang mit unserem lokalen Stadtführer durch die eindrückliche Altstadt von Marrakech unternehmen.
Den ersten Abend genießen wir bei einem feinen Essen in unserer Unterkunft.
Nächtigung in Marrakech.

Tag 2

Am Vormittag verlassen wir die Stadt südwärts und fahren in Richtung des fruchtbaren Ourika-Tals. Am Fusse des Hohen Atlas besuchen wir das «Paradis du Safran» und begegnen dabei Christine Ferrari, die vor Jahren die Schweiz verliess, um sich fortan im Maghreb dem Anbau des kostbaren Safrans zu widmen und einen wunderbaren botanischen Garten aufzubauen. Wir lernen diverse tropische und subtropische Pflanzen kennen, erleben den Barfusspfad und erfrischen uns mit pflanzlichen Fussbädern. Das nahe gelegene Ecomusée Berber erreichen wir in wenigen Autominuten und lernen während einer eindrücklichen Führung das traditionelle Leben der Berber näher kennen.
Gegen Abend fahren wir wieder zurück nach Marrakech in unser Riad. Der Abend steht zur freien Verfügung.
Nächtigung in Marrakech.

Tag 3

Nach dem Frühstück verlassen wir Marrakech in südlicher Richtung und erreichen dabei die ersten Ausläufer des Hohen Atlas, die rote Erde bei Ait Ourir. Auf unserer Fahrt begegnen wir Eselskarren und unser Blick erfasst kleine Dörfer, knorrige Olivenbäume und terrassenartige kleine Oasen an den Berghängen. Mit dem Tizi n‘Tichka (2260 m) überqueren wir einen ersten Pass und gelangen zum Palast von Glaoui in Telouet. Nach Besichtigung herrlicher Räume der teilweise verfallenden Residenz des «Löwen des Atlas» geht die Reise weiter hinab zum grünen Tal von Oued El Maleh, mit kleinen bewässerten Terrassenfeldern und einem Picknick unterwegs. Am Nachmittag besuchen wir das Dorf Ait Ben Haddou, wenn das Licht sanft die Hügel einhüllt. Das malerische Ait Ben Haddou ist ein befestigtes Dorf, ein sogenanntes Ksar, am Rand des Hohen Atlas (UNESCO-Weltkulturerbe) und diente in der Vergangenheit schon oft als Filmkulisse. Die Reise führt uns etwas weiter südlich zu unserer Unterkunft in die kleine Ortschaft Tamdaght.
Abendessen und Nächtigung in der Kasbah la Cigogne.

Tag 4

Die Landschaft ändert sich und wir erleben nun die karge Weite des Südens. Im Hintergrund die Gipfel des Atlas, auf der anderen Seite der Blick auf den Jebel Sarhro wo die Herden der Nomaden weiden. Ab und zu sehen wir rotbraune Kasbahs im Lehmbaustil. Grüne Vegetation weist von weitem das Vorkommen von lebensspendendem Wasser an. Wir erreichen die Oase Skoura. Wer Lust hat, kommt mit auf einen Spaziergang im Palmenhain. Wer lieber ausruhen möchte, genießt das Hotel Sawadi mit dem grosszügigen Garten.
Abendessen und Nächtigung on Skoura.

Tag 5

Nach dem Palmenhain von Skoura gelangen wir zu den Gärten des Südens – dem Rosental. Auf einer Wanderung in den Labyrinthen des Rosen-Tals treffen wir auf sorgfältig angelegte Felder mit Fruchtbäumen. Viel Handarbeit, große Stille – nur einzelne Vogelstimmen und Insekten untermalen das Betrachten der intensiven Farben im hellen Licht. Der Duft blühender Damaszener-Rosen bleibt unvergessen und die Wildgladiole bringt Farbtupfer in das fruchtbare Grün. Mit etwas Glück sehen wir einen Wiedehopf oder Reiher am Fluss. Die Pflanzenwelt, die Vogelstimmen und der Duft der Wildrosen erfreuen unsere Sinne.
Wir übernachten in der Kasbah Itran.

Tag 6

Wir verlassen die Palmenoasen Richtung Norden und treten in eine ganz andere, gebirgige Landschaft ein mit Berberdörfern aus Stein oder Lehm. Einzelne Ziegen- oder Schafherden, ziehen über die Hügel. Unsere zweite Überquerung des Hohen Atlas führt über die 2 Pässe Tizi n‘ Ait Ahmed, 2990m und Tizi n’Ait Imi, 2905m. Die Luft und Vegetation verändern sich. Täler und Berg-höhen mit Weiden, Wachholder und Terrassenfelder, Pappeln, Steineichen, Feigenbäume und grosse Nussbäume säumen unseren Weg. Mitten im Hohen Atlas erreichen wir die Heimat unserer Begleiter, das «glückliche Tal» von Ait Bougmez, so genannt wegen dem vielen Wasser und der Breite des Talbodens. Wanderung im 1875 m hoch gelegenen Ait Bougmez; wir erreichen zu Fuss unsere nächste Unterkunft und erleben das fruchtbare Tal mit frischen Quellen, Störchen in ihren Nestern auf den Häusern, Maultieren, staubige Sammeltaxis, Frauen die mit Eseln die Luzerne nach Hause tragen, um die Kühe zu füttern.

Nächtigung in der traditionellen Herberge Dar Itrane.

Tag 7

Auf einem Spaziergang im Tal sehen wir die Einwohner an ihren täglichen Arbeiten, wir wandern entlang von kleinen Bewässerungskanälen zu grossen alten Walnussbäumen und neu angelegten Apfelbaumkulturen. Das Leben ist geprägt vom Rhythmus der rauen Natur. Heute sind wir zu Gast bei einer Berber-Familie zum Mittagessen und haben Einblick in ihren Alltag. Die Lebensweise der Menschen ist in vielen Bereichen noch sehr altertümlich und die meisten Arbeiten werden nach wie vor in Gemeinschaft erledigt, man braucht einander und der Einzelne ordnet sich der Gruppe unter. Ein weiterer Höhepunkt ist der Besuch des ländlichen Bildungsprojektes der «Ecole vivante», ein Ort wo sich Menschen verschiedener Gesellschaftsschichten, Sprachen und Religionen treffen. Motivierten jungen Menschen wird auf nachhaltige Art und Weise die Chance gegeben, sich der Welt und neuen Chancen zu öffnen, gleichzeitig aber auch ihre traditionelle Kultur zu leben. Im späteren Nachmittag steigen wir auf zum Marabout von Sidi Moussa (UNESCO-Welterbe) und lassen unsere Blicke beflügelt über die grünen Felder des Tales und die kargen Hänge der umliegenden Gebirgszüge gleiten.

Abendessen und Nächtigung im Hotel Dar Itrane.

Tag 8

Wir verlassen das Tal von Bougmez und fahren auf kurvenreicher Strecke mit herrlichen Ausblicken zum Ait Boulli Tal und weiter über Ait Blal nach Imni Ifri. Berghänge in verschiedenen Erdfarbtönen, Berberdörfer und knorrige Steineichen prägen das Bild. In Imi n‘Ifri besuchen wir die beeindruckende Naturbrücke, ein heiliger Ort mit mineralhaltiger Quelle, die Wunder wirken soll. Übernachtung in einem Gästehaus bei Demnate mit traumhaftem Garten mit Pflanzen der lokalen Vegetation. Abendessen und Nächtigung in der Kasbah Timdaf.

Tag 9

Wir fahren vom Waldschutzgebiet in die Ebene und Richtung Marrakech. Dörfer, Olivenhaine und sorgfältig gepflegte grüne Felder lassen uns die Nähe der «roten Perle» erahnen. Ankunft mit den ersten Palmen, den Strassenkreiseln und dem Wirbel des «Paris der Sahara», mit dessen Lebhaftigkeit wir ja schon bekannt sind. Nachmittag und Abend zur individuellen Gestaltung mit Essen bei den Garküchen, der Djemaa el Fna, oder in einem gepflegten Restaurant.

Nächtigung im Riad Dar Sara/Sara Srira.

Tag 10

Wir haben den ganzen Vormittag noch zur freien Verfügung die wirblige Stadt Marrakech besser kennen zu lernen. Durch die Gässchen der Souks zu schlendern mit seinen Tausenden von Läden, Handwerkern bei ihrer kunstvollen Arbeit zu zuschauen, oder eines der zahlreichen Museen zu besuchen. Marrakech, die «Perle der Sahara» ist uns nicht mehr fremd wie am ersten Tag, mit einer gewissen Vertrautheit finden wir unseren Weg und gehen leichten Schrittes zurück zum Riad, mit der Gewissheit ein unvergleichbares Stück eines aussergewöhnlichen Kontinentes erlebt zu haben, eine Erinnerung in sich tragend, die den Alltag weit überstrahlen wird.

Am Nachmittag Transfer zum Flughafen und Rückflug nach Wien.

Fotos: besten Dank an Oliva Reisen und an pixabay